Dachrinnen und Fallrohre sind der unauffälligste Teil der Gebäudehülle – und der, der am schnellsten Folgeschäden verursacht, wenn er nicht funktioniert. Laub, Moosabrieb, Dachsplitt und Nistmaterial setzen sich über die Jahre ab. Dieser Ratgeber erklärt, wann eine Reinigung fällig ist, welche Verfahren es gibt und woraus sich die Kosten zusammensetzen.
Woran Sie erkennen, dass die Rinne voll ist
Die meisten Hinweise sind vom Boden aus sichtbar. Sie zeigen sich vor allem bei starkem Regen, wenn die Rinne die anfallende Wassermenge nicht mehr abführen kann.
- Wasser läuft bei Regen über die Rinnenkante statt in das Fallrohr
- dunkle Feuchtigkeitsstreifen an Fassade oder Sockel unterhalb der Rinne
- Pflanzenbewuchs, Gräser oder Moospolster sichtbar über der Rinnenkante
- Fallrohr gluckert, gurgelt oder bleibt bei Regen auffällig still
- Vereisung im Winter, weil stehendes Wasser nicht abläuft
Wie oft eine Dachrinnenreinigung sinnvoll ist
Ein pauschales Intervall gibt es nicht – entscheidend ist die Umgebung. Bei freistehenden Gebäuden ohne Baumbestand kann eine Kontrolle alle zwei Jahre ausreichen. Steht das Haus unter Laubbäumen oder Nadelbäumen, ist ein- bis zweimal jährlich realistisch.
Der günstigste Zeitpunkt liegt nach dem Laubfall im Spätherbst. Eine zweite Kontrolle im Frühjahr fängt ab, was über den Winter an Moosabrieb und Dachsplitt nachgerutscht ist. Wer ohnehin eine Dachreinigung plant, sollte die Rinne im selben Einsatz mitmachen lassen – der Zugang ist dann bereits organisiert.
Die drei gängigen Verfahren
Klassisch wird die Rinne von der Leiter aus per Hand ausgeräumt und anschließend gespült. Das ist bei niedrigen Gebäuden praktikabel, aber Leiterarbeit gehört zu den häufigsten Ursachen von Unfällen im Privatbereich.
Absaugsysteme mit Teleskopstange arbeiten vom Boden aus und eignen sich für trockenes, loses Material. Bei feuchtem, verdichtetem Laub oder eingewachsenem Moos stoßen sie an ihre Grenzen.
Bei größeren Höhen, langen Rinnenläufen oder schlecht erreichbaren Gebäudeseiten arbeiten wir vom Boden aus mit kontrolliertem Wasserdruck und Kamerakontrolle. Der Vorteil ist derselbe wie bei der Dachreinigung: Niemand muss auf eine Leiter oder auf das Dach.
Was eine Dachrinnenreinigung kostet
Kalkuliert wird in der Regel nach laufendem Meter Rinne, nicht pauschal pro Gebäude. Die Spanne bewegt sich bei gut erreichbaren Einfamilienhäusern im niedrigen dreistelligen Bereich. Nach oben verschieben den Preis vor allem drei Dinge: Gebäudehöhe, Zustand des Materials in der Rinne und die Anzahl der Fallrohre, die mitgeprüft werden sollen.
- laufende Meter Rinne und Anzahl der Gebäudeseiten
- Traufhöhe und Erreichbarkeit der jeweiligen Seite
- Art der Ablagerung: loses Laub, verdichteter Schlamm oder eingewachsenes Moos
- Fallrohre: nur Sichtprüfung oder Durchspülung bis zum Anschluss
- Zusatzleistungen wie Laubschutzgitter oder Fotodokumentation
Warum sich die Kombination mit der Dachreinigung lohnt
Ein großer Teil dessen, was in der Rinne landet, kommt vom Dach selbst: abgelöstes Moos, Flechtenreste und Splitt aus der Ziegeloberfläche. Wird das Dach gereinigt, ohne die Rinne anschließend zu spülen, wandert der gelöste Bewuchs direkt in die Rinne und verstopft sie.
Deshalb ist die Rinnenreinigung bei uns als Zusatzleistung zur Dachreinigung planbar. Der Arbeitsbereich ist ohnehin abgesichert, die Anfahrt fällt nur einmal an.
Dach und Rinne in einem Einsatz
Wir prüfen Dachfläche, Rinnenlauf und Fallrohre gemeinsam und kalkulieren beides in einem Angebot.
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